Johann Heinrich von Thünen (1783-1850)-J. H. v. Thünen -


Johann Heinrich von Thünen (1783-1850)


Der Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler, Musterlandwirt, Menschenfreund und Sozialreformer

Der Nationalökonom, Agrarpolitiker und -wissenschaftler ist der Begründer der landwirtschaftlichen Betriebslehre in Deutschland. So legte er bereits im Jahr 1826 mit seinem Hauptwerk "Der isolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie" (Erster Teil) den Grundstein für die volkswirtschaftliche Standortlehre mit entsprechenden Impulsen für die Wirtschaftsgeographie und Regionalwissenschaft. Nur vier Jahre später verlieh ihm die Universität Rostock die Ehrendoktorwürde für seine herausragenden Leistungen.

 

Johann Heinrich von Thünen lebte von 1809 bis zu seinem Tod am 22. September 1850 auf dem Gut Tellow, nahe Teterow, wo er mit seinen Gutsnachbaren Carl, Friedrich und Johann Pogge reformerisches Gedankengut entwickelte, um es im eher rückständigen Mecklenburg zur Anwendung zubringen.

Innerhalb kürzester Zeit führte Thünen den landwirtschaftlichen Betrieb durch u.a. intensive Bodenbearbeitung, genau bilanzierte Humuswirtschaft und Fruchtfolgen zu einem Mustergut, das über die regionalen Grenzen hinaus Bekanntheit erlangte. Der denkmalgeschützte Gutshof beherbergt heute das Thünen-Museum-Tellow, in dem neben dem Leben und Wirken Thünens vor allem die regionale Landwirtschaftsgeschichte dem Besucher auf eindrucksvolle Weise nahe gebracht wird.

Weitere Informationen:
 
Johann-Heinrich-von-Thünen-Stiftung
Thünegut Tellow
17168 Warnkenhagen/OT Tellow
Tel.: 039976 5410
Fax:039976 54116
thuenenstiftung@thuenen.de
www.thuenen.de