Königin Luise (1776-1810)
Die Königin der Herzen
Am 10.3.1776 wird Luise Auguste Wilhelmine Amalie als Tochter des Herzogs Karl II. von Mecklenburg-Strelitz in Hannover geboren. Als 17-jährige junge Frau heiratete sie den späteren König von Preußen Friedrich Wilhelm III. - eine Ehe, die von großer Zuneigung füreinander und Fruchtbarkeit geprägt war. Bis zu ihrem Tod 1810 gebar Luise 10 Kinder, von denen drei jedoch sehr früh starben.
Die militärische Auseinandersetzung mit Napoleon in der Doppelschlacht von Jena und Auerstädt 1806 bedeutete das Ende Preußens als militärische Großmacht und bedingte die Flucht Luises mit ihren Kindern und Gemahl nach Königsberg. Als letzten Trumpf versuchte sie, als die stärkere und entschlossenere Hälfte des Königspaares, vergeblich in einem Treffen mit Napoleon die harten Friedensbedingungen (große Gebietsabtretungen, Reduktion der Heeresstärke, französische Besatzung) zu mildern.
Neben ihrer Anmut und dem warmherzigen Charakter war es dieses Bemühen und die Sorge um Preußen, die sie beim Volk populär machte.
Am 19. Juli 1810 verstarb die preußische Königin im Alter von nur 34 Jahren auf dem väterlichen Hof in Hohenzieritz in den Armen ihres Mannes an einem Lungenabzess. Heute erinnern die Luisengedenkstätte in Hohenzieritz, der Luisenstein in der Neustrelitzer Schlosskoppel sowie die Festspiele im Neustrelitzer Schlossgarten an die liebreizende "Königin der Herzen".
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Schloss Hohenzieritz
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