Heinrich Schliemann (1822-1890)
Auf der Suche nach Troja
Heinrich Schliemann, bedeutender Archäologe und hervorragender Kaufmann, war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Altertumsforschung. Nach Schicksalsschlägen in seiner Kindheit und Jugend fand Schliemann eine Anstellung in einem Amsterdamer Handelskontor, die den Weg für eine rasche Karriere (u.a. in Russland) und Wohlstand bereitete. Er erwarb ein sehr großes Vermögen, welches ihm zunächst zahlreiche Bildungsreisen ermöglichte und ihn später dazu veranlasste, sein Geschäft aufzugeben und sich vollständig seinen archäologischen Interessen hinzugeben.
Im Jahre 1868 lokalisierte Heinrich Schliemann mit Hilfe der genauen Beschreibungen Homers Überreste des sagenumwobenen, antiken Trojas in der heutigen Türkei, nahe dem Dorf Hissarlik.
In den darauffolgenden Jahren leitete er zahlreiche weitere Ausgrabungen in Kleinasien, u.a. 1870-1882 und 1890 in Troja, 1876 in Mykene sowie 1880-1886 in Orchomenos. Dabei entwickelte er archäologische Methoden, die zum Teil noch heute ihre Gültigkeit besitzen, so z.B. die systematische Auswertung literarischer Quellen, die topographische Erkundung sowie die Befragung von Einheimischen.
Im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen können Sie mehr über das Leben und Wirken des berühmten Archäologen erfahren. Das Museum verfügt über einen sehr umfangreichen Fundus an Gegenständen und wissenschaftlichen Abhandlungen, Fotos und Dokumenten von Schliemann, aber auch Originalfundstücken aus Troja.
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