Brigitte Reimann (1933 - 1973)
Eine Orchidee der DDR-Literatur
Die bekannte DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann lebte seit 1968 in Neubrandenburg. Nach dem Erfolg ihrer z.T. preisgekrönten Erzählungen "Die Frau am Pranger", "Ankunft im Alltag" und "Die Geschwister" hatte sie sich in die Vier-Tore-Stadt zurückgezogen, um sich ihrem einzigen Roman "Franziska Linkerhand" zu widmen. Das Buch blieb jedoch unvollendet, da die Autorin 1973 nach langjähriger Krebserkrankung in Berlin verstarb.
Trotz staatlicher und gesellschaftlicher Auszeichnungen passte sich die Schriftstellerin nicht dem Staat an. Ihre Tagebücher "Ich bedaure nichts" (1955 - 1963) und "Alles schmeckt nach Abschied" (1964 - 1970) sind ein Spiegelbild der Zeit und der Zustände. Neben ihren bekannten Erzählungen veröffentlichte Reimann, die in regem Briefwechsel mit Christa Wolf stand, ebenfalls prämierte Hörspiele.
Das Haus, in dem die Schriftstellerin bis zu ihrem Tode gelebt und gearbeitet hat, beherbergt heute das Brigitte-Reimann-Archiv und ein lebendiges Literaturhaus und -café. Es bietet neben dem Blick auf Möbel, Bilder, Dokumente und die Bibliothek der Autorin auch vielfältige Gelegenheiten zur Begegnung und Diskussion über die Literatur. Im Brigitte-Reimann-Literaturhaus ist u.a. auch das bedeutende Manuskript des unvollendet gebliebenen Romans "Franziska Linkerhand" ausgestellt.
Weitere Informationen:
Brigitte-Reimann-Literaturhaus
Brigitte Reimann Gesellschaft e.V.
Gartenstraße 6
17033 Neubrandenburg
Tel.: 0395 5719183
Fax: 0395 579188
www.literaturzentrum-nb.de