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Schwedenzeit


Spurensuche in der Mecklenburgischen Seenplatte

Die Schwedenzeit begann im Dreißigjährigen Krieg, der hier in der Region in den Jahren ab 1628 besonders spürbar wurde. Der schwedische König Gustav II. Adolf von Schweden, der um seine Vormachtstellung im Ostseeraum fürchtete, landete im Sommer des Jahres 1630 mit seinen Truppen in Peenemünde an der Ostseeküste. Der Krieg schlug fürchterliche Wunden in das Land.

Unter dem Kommando des in schwedischen Diensten stehenden ostfriesischen Feldmarschalls Dodo von Inn- und Kniphausen wurde im Februar 1631 die Stadt Neubrandenburg durch eine kampflose Übergabe von den Schweden besetzt. Im selben Jahr wurde Neubrandenburg durch General Tilly in einer zerstörerischen Schlacht erobert. Er hatte auf der Burg Stargard sein Hauptquartier bezogen, um von hier die Belagerung und Erstürmung der Stadt zu leiten.

In den Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges wurde auch die strategisch günstig gelegene Burg Klempenow 1631 durch die Schweden erobert. Am 2. November 1632 verlieh der schwedische König Gustav II. Adolf seinem Generalfeldmarsch. Dodo von Inn- und Kniphausen Klempenow als Pfandlehen. Mit ihm tritt eine schillernde Familie über drei Generationen die Herrschaft in Klempenow an.  

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges stand der "Westfälische Frieden" von 1648. Große Teile Pommerns, darunter die Städte Stralsund, Greifswald, Wolgast, Anklam und Demmin wurden unter schwedische Herrschaft gestellt. Erst nach dem Wiener Kongress 1815 wurde das schwedische Territorium an Preußen übergeben.  

Das Gebiet südlich der Peene wurde allerdings schon 1720 durch einen Friedensvertrag mit den Brandenburgern Preußisch, die Burg Klempenow wurde königlich preußische Staatsdomäne. Die Ära zwischen 1630 und 1815 ging als Schwedenzeit in die Geschichte ein.

Weitere Informationen:
 
Burg Klempenow
KULTUR-TRANSIT-96 e.V.
17089 Breest, OT Klempenow
Tel.: 03965 211331
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