Gutshaus Gevezin
Ein mecklenburgisches Gutshaus im Zeichen der indianischen Kultur
Das Gutshaus bzw. Schloss Gevezin entstand im Jahre 1912 im Jugendstil. Wechselnde Besitzer bewirtschafteten das Gutshaus bis es nach 1945 in den Besitz der Gemeinde überging. Sie führte das glanzvolle Haus der typischen Nachkriegsnutzung zu, das fortan das traurige Schicksal vieler Schlösser und Gutshäuser in der Region teilte. Nach der Wende wurde das Schloss an Herrn Gehricke verkauft, der dort sein Lebenswerk publizierte. Er schuf die weltweit größte private Ausstellung der nordamerikanischen Indianerethnographie. Das Gutshaus bildet den repräsentativen Rahmen.
Von der Urzeit des Mesozoikum bis zum 21. Jahrhundert der Gegenwart sind der Ursprung und die Entwicklung der indigenen Bevölkerung des nordamerikanischen Kontinents anschaulich dargestellt und durch authentische und originäre Exponate dokumentiert. Der Eigentümer hat in mehr als drei Jahrzehnten umfangreiches Material zu diesem Thema zusammengetragen und mit lehrreichem Tafelwerk und Dioramen ergänzt. Neben dem Indianermuseum befinden sich eine Karl-May- Gedächtnisstätte sowie eine Galerie bedeutender Werke deutscher Maler des 19. Jahrhunderts im Gutshaus.
Eine gute Gelegenheit für eine entspannende Pause während der Besichtigung bietet ein in das Museum integriertes Café. Weiterhin besteht die Möglichkeit zum Erwerb echten indianischen Schmucks und Kunsthandwerks sowie von Fachliteratur und Souvenirs. Auch Film- und Diavorführungen sind nach Voranmeldung möglich.
Weitere Informationen:
Gutshaus Gevezin
Hofstraße 9
17039 Gevezin
Schloßmuseum
Tel.: 03962 211675